Generealsekrätar Valcke muss Weltverband FIFA verlassen

Generalsekretär Valcke muss Weltverband FIFA verlassen

04-33-34-648_640Im FIFA Skandal kommt es erneut dazu, dass es in der Führung für jemanden zu Ende geht: Am Donnerstag entband FIFA überraschend Valcke von allen seinen Aufgaben und entlässt ihn mit sofortiger Wirkung. Jerome Valcke soll sich persönlich bereichert haben durch den Verkauf von WM Tickets.

In der Pressemittleilung heißt es, dass das FIFA Kenntnis gemacht hätten, von einer Reihe von Vorwürden, die Valcke betreffen. Zur weiten Untersuchung geht der Fall an die FIFA-interne Ethikkommission.

Starke Anschuldigungen von einer Agentur aus Zürich

Valcke ist 54 Jahre alt und kommt aus Frankreich. Schon seit 2007 ist der Generalsekretär und zählt zu dem wichtigsten Mann nach dem Schweizer Präsidenten Joseph S. Blatter. Jetzt wird ihm vorgeworfen, dass er durch Verkauf von Tickets für die Weltmeisterschafts-Endrunden persönlich Profit gezogen hätte. Der Grund dafür sei eine versprochene Gewinnbeteiligung. Die Vorwürfe stammen von der Agentur JB Sports Marketing aus Zürich.

Velcke äußerte sich dazu durch seinen Anwalt Barry Berke. Dieser bezeichnet die Vorwürfe am späten Donnerstagabend als unverschämt und konstruiert. Er weist die Vorwürfe zurück.

Außerdem wird ihm vorgeworden, dass er schon von der offiziellen Vergabe des WM Austragungsortes für 2022, Katar bekannt gegeben hätte.

Das Handeln der FIFA ist offensichtlich eine direkte Reaktion auf diese neuen Entwicklungen. Valcke soll Zeugen zufolge zudem im Rahmen von Verhandlungen schon vor der offiziellen Vergabe erklärt haben, die WM 2022 sei fest an Katar zugesagt.

Ethikkommission

Die Untersuchungskammer der Ethikkommission hat Mitteilung der FIFA über den Fall Valcke zur Kenntnis genommen.

Sie überprüften den Sachverhalt auf einen möglichen Tatverdacht. Weiter kommentierten sie den Fall nicht.

Im Moment der Anschuldigungen hielt sich Valcke auf dem Weg nach Russland auf. Er besucht den Final-Ort der WM 2018 aufgrund eines Festes. Auf dem Roten Platz wird gefeiert, dass es noch 1000 Tage bis zur WM sind.

Figueredo droht das Ende

Der FIFA Skandal war schon zuvor wieder Thema, denn die Schweizer Behörden stimmten der Überstellung des früheren FIFA-Vizepräsidenten Eugenio Figueredo zu. Diesem droht nun sein Gerichtsverfahren in den USA. Dadurch könnten noch weiter Wahrheiten ans Licht kommen.

Dem 83-Jährigen wird vorgeworfen, dass er von einem Sportvermarktungsunternehmen aus Uruguay Bestechungsgeld angenommen hat. Es dreht sich um einen Betrag in Millionenhöhe. Dabei ging es um den Verkauf von Marketingrechten für die Copa America in den Jahren 2015,2016,2019 und 2023.

Außerdem soll er sich durch gefälschte medizinische Gutachten im Jahr 2005 und 2006 die US-Staatsbürgerschaft erschlichen haben.

Dem früheren Vizepräsident bleiben noch 30 Tage um eine Beschwerde gegen die Vorwürfe gegen ihn einzureichen. Wenn er dieses unterlässt oder die Beschwerde scheitert, wird Figueredo der erste der Verdächtigen, der ausgeliefert wird. Es stehen noch neun weiter ehemalige FIFA-Mitglieder auf der US-Liste.

Der Wettbewerb wird beeinflusst

Gegen Figueredo wird wegen Geldwäsche, Betrug, Steuerhinterziehung und Bestechung ermittelt. Für ihn sieht es schlecht aus, denn alle Voraussetzungen für eine Auslieferung seien erfüllt.

Durch die Annahme der Gelder hat Figueredo den Wettbewerb stark beeinflusst und verfälscht. Das ist laut dem schweizerischen Recht strafbar.

Auch seine gefälschten medizinischen Dateien seinen nach dem Schweizer Strafgesetzbuch Urkundenfälschung und damit strafbar.

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