Wenn Legenden gehen…

Die Legenden gehen

Bastian Schweinsteiger, Iker Casillas, Steven Gerrard – Spieler die ihre Vereine über Jahrzehnte geprägt, zu unzähligen Titel geführt und dieses Jahr das Undenkbare war gemacht haben. Während Schweinsteiger und Casillas eine letzte Herausforderung in Portugal bzw. England suchen und sich noch einmal beweisen wollen, zieht es Gerrard für eine Rentenaufbesserung in die USA. Der Zenit dieser großen Spieler des letzten Jahrzehnts ist definitiv schon überschritten, dennoch ist ihre Erfahrung sehr wertvoll – aber eben nur nicht mehr für „ihre“ Klubs.

Schweinsteiger – Ein Idol

© Doha Stadium Plus Qatar / Wikimedia

© Doha Stadium Plus Qatar / Wikimedia

Schweinsteigers Verletzungsanfälligkeit, mangelnde Schnelligkeit und fortschreitendes Alter sind einige Argumente die keine Stammplatzgarantie mehr rechtfertigen. Dennoch gibt es in der immer noch romantischen Fußballwelt der Fans keinen Weg herum um ihr Idol, ihren Mann – hier zählt das Geleistete mehr als der Leistungsstand. Schweinsteiger ist unbestritten ein verdienter Spieler, sein Einsatz und seine Aufopferungsgabe für sein Team sind nicht erst seit dem WM-Finale von Rio bekannt. Doch der FC Bayern ist auf seine Erfahrung und seine fußballerischen Fähigkeiten nicht mehr angewiesen – Manchester United ist es!

Schweinsteiger stärkt ManU

Als einziger Weltmeister im Team und einem neustrukturierten Mittelfeld (Fellaini, Schneiderlin, Andreas Pereira) ist seine Erfahrung und seine Fähigkeit das Tempo des Spiels zu bestimmen enorm wichtig für das Zusammenspiel. Dieser Transfer ergibt aber nicht nur für den FC Bayern und Manchester United Sinn, sondern auch für Schweinsteiger selbst. Das kolportierte Jahressalär von 6,5 Mio. Euro sind zwar weniger als beim FC Bayern, dies war aber wohl nicht sein Anreiz für diesen Wechsel. In einem Weltklub mit international höchstem Renommee, in einer in der Breite besseren Liga und mit noch höherer weltweiter medialer Aufmerksamkeit eine entscheidende Rolle für die Post-Furgeson-Ära einzunehmen, wäre selbst für einen Fußballer der alles erreicht hat eine reizvolle Herausforderung. Auch zu seinem International Standing als „Mann von Welt“ mit Weltklasse-Tennisspielerin als Freundin und Weltmeisterpokal, Weltpokal und Henkelpott im Trophäenschrank passt eine Auslandsstation sehr gut in die Vita. Auch wenn es das rote Fanherz schmerzt ist dieser Transfer für alle Beteiligten ein sinnvoller gewesen – ein ca. 20 Mio.-Trostpflaster schadet dabei auch nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.