Bayern München gegen Porto: Ticketpreise explodieren

Bayern München gegen Porto: Tickets für das Viertelfinal-Rückspiel im Durchschnitt dreimal teurer

© Богдан Заяц / Wikimedia

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Das Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League zwischen dem FC Bayern München und dem FC Porto ist für Fans in aller Welt deutlich interessanter als das Hinspiel in Portugal. Das belegen die Ticket-Preise bei Ticketbis, einem Online-Marktplatz für Eintrittskarten. Für das Spiel in Porto lag der Kartenpreis durchschnittlich bei 155 Euro, wobei die günstigsten Tickets für 124 Euro zu haben waren und die teuersten für 273 Euro. Für das Rückspiel mussten Fußball-Fans durchschnittlich dreimal mehr bezahlen: Der Durchschnittspreis lag bei 446 Euro. Die preiswerteste Karte gab es jetzt für 175 Euro, das teuerste Ticket erwarb ein Fan für 1219 Euro.

Auffällig ist auch, dass das Interesse an den Tickets in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie in Spanien und Brasilien höher war als in Portugal: Während 10,8 Prozent der Karten in das Land am Persischen Golf verkauft wurden und jeweils 5,4 Prozent an die beiden Fußball-Weltmeister-Nationen, gingen nur 2,7 Prozent in das Land des Vize-Europameisters von 2004.

In Deutschland war das Interesse an den Karten erwartungsgemäß besonders hoch: 21,6 Prozent der Tickets nahmen deutsche Käufer in Empfang. Aber auch in der Schweiz war mit einem Ticketanteil von 13,5 Prozent eine starke Nachfrage zu verzeichnen. Insgesamt wurden 18,9 Prozent der auf Ticketbis angebotenen Tickets nach Lateinamerika vermittelt, 8,1 Prozent nach Asien.

Ein Blick auf die Mannschaften der beiden Fußballvereine sorgt für Aufklärung beim besonderen Interesse in Brasilien und Spanien: Insgesamt acht Spieler beider Vereine sind Brasilianer, zwei bei Bayern München und sechs beim FC Porto. Zwölf Spieler stammen aus Spanien, zudem sind beide Trainer spanischer Herkunft. Kürzlich wurde zudem bekannt, dass Danilo, brasilianischer Verteidiger in Diensten des FC Porto, im Sommer für eine Ablöse von 31,5 Millionen Euro zu Real Madrid wechseln wird.

Zeichen stehen plötzlich gegen die Bayern

Dass das Spiel spannend wird, steht für viele außer Frage: Nach der deutlichen 1:3-Niederlage in Hinspiel muss das vorher als klarer Favorit geltende Münchner Team heute mindestens mit 2:0 beziehungsweise mit mindestens drei Toren Vorsprung gewinnen. Die Bayern geben sich gewohnt selbstbewusst, wollen die Aufgabe aber auch nicht unterschätzen.

Nicht nur mit Blick auf das Hinspiel sollten sie das auch nicht: Bisher gingen die Münchner viermal mit einem Zwei-Tore-Rückstand im Rücken in ein Rückspiel in ihrem Heimatstadion: Im Jahr 1969 im Halbfinale des Europapokals der Landessieger gegen den AC Mailand, 1989 im UEFA-Cup-Halbfinale gegen den SSC Neapel, 2000 im Champions-League-Halbfinale gegen Real Madrid und 2005 im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Chelsea. Und kein einziges Mal konnten sie dabei die nächste Runde erreichen.

Darüber hinaus waren die Rollen vor dem Finale des Europapokals der Landesmeister 1987, der FCB gegen Porto in Wien bestritten hatte, ebenfalls ganz eindeutig zu Gunsten der Bayern verteilt. Am Ende aber gewann der damalige Underdog aus Portugal mit 2:1.

Online-Marktplatz auf Erfolgskurs

Ticketbis bietet seit 2010 Eintrittskarten auf seiner Internetplattform an. Mittlerweile ist der Anbieter in 31 Ländern auf der ganzen Welt aktiv. Das Unternehmen ist Marktführer in Südeuropa und Lateinamerika. Ticketbis hat Niederlassungen in 14 Ländern, darunter Spanien, Mexiko und Hongkong, und beschäftigt weltweit über 350 Mitarbeiter. 2013 lag der Jahresumsatz bei 28 Millionen Euro, 2014 bei 54 Millionen Euro.

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