Neue Vorwürfe gegen Fifa und Blatter

Neue Vorwürfe gegen Fifa und Blatter

Es gibt neue Berichte, die Fifa und den Präsidenten Joseph S. Blatter beschuldigen. Laut eines Berichts von „Der Spiegel“ soll der Schweizer über seinen Chefjuristen einen größeren Einfluss auf den Abschlussbericht gehabt haben, welches eigentlich von einem unabhängigen Governance-Komitees durchgeführt hätte werden sollen.

Ursprünglich klang es anders

© Ricardo Stuckert / Wikimedia

© Ricardo Stuckert / Wikimedia

In der ersten Version eines Schreibens vom ehemaligen Komitee-Chef Mark Pieth, welches am 22. April 2014 veröffentlicht wurde, ging es vor allem um die Führungsverantwortung während der ISL-Affäre und auch um die Mitwisserschaft in dem Skandal. Diese Passagen sind jedoch angeblich von dem Fifa-Chefjuristen gestrichen worden. Der Jurist Marco Villinger soll sich damit einverstanden erklärt haben, die Zeilen komplett zu entfernen. Am 27. Februar hatte Pieth Villinger die 15 Seiten des vorläufigen Dossiers geschickt. Die Versendung war natürlich als vertraulich bezeichnet worden. Einige Wochen später schickte Villinger eine stark bearbeitete Version mit mehr als 37 Anmerkungen an Pieth zurück.

Die Stelle als Berater wurde nicht gestrichen

Zu diesem Zeitpunkt war Pieth noch Fifa-Berater und habe dem Magazin bestätigt, dass er eine vorläufige und vertrauliche Version an die Führung von Fifa geschickt habe. Er bezeichnete diesen Ablauf als komplett normalen Vorgang, der keine unnormalen Verhältnisse aufweist. Der Weltverband des Fußballs hatte mit einer Stellungnahme bereits reagiert. Hier hieß es, dass von einer unlauteren Einflussnahme keine Rede sein kann. In dem Bestechungsskandal geht es um die insolventen Marketinggiganten ISL und um eine Summe von 160 Millionen Euro. Blatter, der sich zu helfen wusste, konnte aus der Krise fast komplett ungeschädigt fliehen. Es wird noch weiter an dem Prozess gearbeitet, um die Wahrheit herauszufinden und die Schuldigen entsprechend zur Rechenschaft zu ziehen. Es muss darüber hinaus beachtet werden, dass der normale Vorgang bei der Fifa bekannt ist, was die Bearbeitung von Dokumenten angeht. Eine Klärung der Vorwürfe wird in Kürze folgen.

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