DFB Team: Historische Niederlage und eine Baustellenabwehr

Historische Niederlage und eine Baustellenabwehr

Historische Niederlage und eine Baustellenabwehr - EM Qualifikation 2016

© Thomas Hollbach / Wikimedia

Das Spiel am Samstag Abend war für das deutsche Team eine historische Niederlage und eine Baustellenabwehr wurde sichtlich erkennbar. Das 2:0 für Polen war Deutschlands höchste Auswärtsniederlage, die es jemals in einem Qualifikationsspiel gegeben hat. Außerdem war das deutsche Team seit sieben Jahren in Qualifikationsspielen ungeschlagen geblieben. Die letzte Auswärtsniederlage war 1998 in der Türkei (0:1), also war die Nierlage gegen Polen schon etwas besonderes. Teammanager Oliver Bierhoff sorgt jedoch für Ruhe im Team, während Joachim Löw viele Baustellen in der Abwehr sieht.

Oliver Bierhoff: „Wir wurden hart bestraft“

Teammanager Oliver Bierhoff meldet sich nach der 2:0 Nierlage in Polen zu Wort. Er spricht davon, wie gut die deutsche Nationalmannschaft aufgetreten war. Dennoch fehle es an einigen Ecken an Qualität und am letzten Willen. Die Fehler, die die Deutschen dann zu gelasse hatten, wurden sofort mit Gegentreffern bestraft. Nun sind wir am Dienstag zu Hause in Gelsenkirchen gleich doppelt gefordert. Ein Sieg gegen Irland muss her. Irland schoss sich mit 7 Treffern schon einmal warm für die deutsche Mannschaft. Eine weitere Niederlage wäre kaum zu verkraften. Noch weniger, wenn Polen zeitgleich den dritten Seig im dritten Spiel einfahren würde. Die Schwächen vor dem Tor müssen gegen Irland anders laufen.

Löw mit Abwehrproblemen

Weltmeister Philipp Lahm sorgt seit der WM in Brasilien nicht mehr für Stabilität in der Abwehr. Auch Abwehrchef Per Mertesacker hat seine Nationalmannschaftskarriere an den Nagel gehängt. Mit Rüdiger von Stuttgart debütierte gleich ein Neuling gegen Polen. Schon bei der Freundschaftsspielniederlage gegen Argentinien (2:4) und beim eher glücklichen EM Quali Sieg gegen Schottland (2:1) hatte das deutsche Team um Joachim Löw Probleme in der Abwehrleistung. Gegen Polen leitete ein Fehlpass von Erik Durm, auch ein Neuling in der DFB Abwehr, das erste Gegentor ein. Hinzu kommt, dass bei der Flanke nicht nur die Abwehr inklusive Jerome Boateng unsicher standen, sondern auch Manuel Neuer patzte. Das 2:0 war dann auch nicht viel besser gelaufen für die Abwehr. Es wird nicht richtig in die Zweikämpfe gegangen und das Team verliert zu leichtfertig den Ball. Vielleicht fehlen aber auch die Stammkräfte wie Schweinsteiger, Özil oder Khedira, die zusätzliche Sicherheit ausstrahlen könnten. Jens Lehmann spricht die Probleme mit den Außenverteidigern direkt an. Schließlich spielten bei der WM noch Mustafi und Lahm, nicht Durm und Rüdiger, der gelernter Mittelfeldspieler ist. Lehmann erzählte bei RTL:

„Wir produzieren im deutschen Fußball keinerlei Stürmer und Außenverteidiger mehr. Genau damit muss Joachim Löw nun zurechtkommen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.